Unsere Redakteure Beate Heider und Rainer Kölmel, sowie der Fotograf Mads Guldager haben während der Trans-Andes Rallye 2022 in Südamerika (Peru, Bolivien, Chile und Argentinien) verschiedene Kopfbedeckungen fotografisch eingefangen. Diese Kappen und Hüte sagen sehr viel über die Einwohner aus. Man erkennt die Region in welcher die Menschen leben, aber auch den Beruf und sozialen Status.

Die „Cholitas“, die indigenen Frauen in Südamerika, tragen Hüte die aussehen wie kleine englische Herrenhüte. Der „Bowler-Hut“ thront in der Mitte des Kopfes. Die Kleidung der „Cholitas“ besteht aus der pollera (einem Überrock) und bis zu 10 Unterröcken, dem Schultertuch und dem typischen Hut.

Die Männer tragen „Chullos“ selbst gestrickte Puschelmützen. Gestrickt werden sie von Männern und von Frauen, getragen bis heute nur von Männern, in einigen Gebieten auch von Kindern. Speziell am Titikakasee (wie zB. auf der Insel Taquile) ist es für die Männer eine Frage des Stolzes, ihre eigene Mütze zu stricken. Man erkennt dann auch an der Farbe und dem Muster, woher jemand kommt, ob er verheiratet ist und welches Prestige er hat. Aber auch Strohhüte werden getragen.

In Peru tragen die Frauen einen traditionellen Quechua-Kopfschmuck, der als „Montera'“ bekannt ist. Ein Blick auf diese Hüte lässt erkennen, aus welcher Region der Träger stammt. Diese Hüte können variieren in Größe, Form, Farben und Dekorationen. Einige Hüte sind flach, andere geschwungen und umgekehrt, einige sind mit Blumen verziert, andere sind bestickt.

 

Die Gauchos tragen die „boina“, die traditionelle Baskenmütze, die den patagonischen Gaucho gegen den immer präsenten Wind in der Steppe schützt. Man sieht die Gauchos aber auch mit Hüten.

Im nächsten Bericht stellen wir Euch die faszinierende Tierwelt Südamerikas vor.