John Hussain Flindt: Ausstellungsansicht Nothing but the truth, Kunstverein Friedrichshafen 2026 © John Hussain Flindt / Kunstverein Friedrichshafen: 2026, Fotograf: John Hussain Flindt

25. September bis 15. November 2026

Der Kunstverein Friedrichshafen zeigt unterdem Titel Nothing but the truth vom 25. September bis 15. November 2026 eine Einzelausstellung des Künstlers John Hussain Flindt. Er beschäftigt sich mit der Produktion von Bildern und mit der Frage, wie aus ihnen Narrative entstehen. Seine künstlerische Praxis ist ein Arbeiten mit Fotografie, Video und Installation.

Der Kunstverein Friedrichshafen präsentiert Arbeiten des Künstlers, die sich mit familiären Archiven sowie der Subjektivität von Erinnerung und dokumentarischen Bildern aus-einandersetzen. Ausgehend von persönlichen Materialien und Erzählungen verbindet
Flindt Familiengeschichten mit größeren historischen Zusammenhängen und fragt danach, wie Erinnerung konstruiert, konserviert und visuell vermittelbar wird.

John Hussain Flindt: Ausstellungsansicht Nothing but the truth, Kunstverein Friedrichshafen 2026 © John Hussain Flindt / Kunstverein Friedrichshafen: 2026, Fotograf: John Hussain Flindt

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Serie analoger Schwarzweißfotografien von Spielzeugen, häuslichen Objekten und Fragmenten aus dem familiären Umfeld des Künstlers. Ergänzt werden sie durch installative Arbeiten, in denen Verletzlichkeit und
die Selektivität persönlicher Erinnerung nur angedeutet werden: Ein Modell von Flindts Elternhaus wird erst durch einen Linsenmechanismus sichtbar und verweist auf das fragile Verhältnis von Intimität und Offenlegung.

John Hussain Flindt: Ausstellungsansicht Nothing but the truth, Kunstverein Friedrichshafen 2026 © John Hussain Flindt / Kunstverein Friedrichshafen: 2026, Fotograf: John Hussain Flindt

Eine Videoarbeit und eine weitere fotografische Serie führen die Ausstellung nach Miri in Malaysia. Ausgangspunkt ist ein unverfilmtes Drehbuch von Flindts Großvater, der zwischen 1948 und 1952 als Arzt im von Shell Oil betriebenen Miri General Hospital in Sarawak tätig war. Die Arbeit verbindet persönliche Familiengeschichte mit Fragen nach kolonialen Infrastrukturen, sozialen Hierarchien und kulturellen Begegnungen.

John Hussain Flindt studierte an der Städelschule in Frankfurt (2018–2023) sowie am Chelsea College of Arts in London (2013–2016). Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen zählen belly to belly in der Parfümerie, Frankfurt, und Shadows or Objects in der Jean Claude Maier Galerie, Frankfurt. Seine installativen Arbeiten wurden unter anderem bei der Kasseler Dokfest (2022) sowie im Rahmen des hochdotierten Lichter Art Award in Frankfurt (2023) präsentiert. International stellte er unter anderem im HAUS KCH in Kuching, im MACRO in Rom, bei Fragile in Berlin sowie im Goethe-Institut Dublin aus.

Im Zuge der Ausstellung ist die exklusive Edition Proposal for Kunstverein Friedrichshafen von John Hussain Flindt im KunstvereinFriedrichshafen erhältlich.

John Hussain Flindt: Exposure 2026, Schaumstoffplatten, 480-mm-Objektiv, Holz © John Hussain Flindt / Kunstverein Friedrichshafen: 2026, Fotograf: John Hussain Flindt

Die Ausstellung Nothing but the truth wurde mit Unterstützung von Ritter Sport realisiert.

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag, 14–17 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage, 11–17 Uhr
Eintritt frei

Kontakt:
Marlene A. Schenk
Künstlerische Leiterin / Kuratorin
marlene@kunstverein-friedrichshafen.de

Kunstverein Friedrichshafen e. V.
Buchhornplatz 6
88045 Friedrichshafen
T +49 (0)7541 21950
info@kunstverein-friedrichshafen.de
www.kunstverein-friedrichshafen.de

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