Wer die 76 Kurven nicht nur vom Streckenrand erleben möchte, kann selbst auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. © Arosa Tourismus/Keno Zache

Vom 3. bis 6. September 2026 wird die Schanfiggerstrasse zwischen Langwies und Arosa wieder zur Rennstrecke. Rund 180 historische Renn- und Sportfahrzeuge aus fast einem Jahrhundert Motorsportgeschichte treffen bei der 22. Arosa ClassicCar auf eine der spektakulärsten Bergrennstrecken der Schweiz. Neben dem Rennbetrieb warten eine Porsche-Weltpremiere, das beliebte Porsche-Renntaxi, ein eigenes Vorkriegler-Feld und ein vielseitiges Rahmenprogramm auf die Besucherinnen und Besucher.

Rund 180 historische Renn- und Sportfahrzeuge aus fast einem Jahrhundert Motorsportgeschichte treffen bei der 22. Arosa ClassicCar auf eine der spektakulärsten Bergrennstrecken der Schweiz. ©Arosa Tourismus/Keno Zache

Wenn am Donnerstagabend die historischen Fahrzeuge beim traditionellen Dorfcorso durch Arosa rollen, beginnt ein Wochenende, das Motorsportgeschichte mitten ins Bündner Bergdorf bringt. Von Freitag bis Sonntag stehen Trainings- und Rennläufe auf dem Programm. Die beiden Fahrerlager beim Ochsenbühl und Obersee sind frei zugänglich und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern, Fahrzeuge und Fahrer aus nächster Nähe zu erleben.

Weltpremiere auf der Aroser Bergstrecke

Die Arosa ClassicCar wird in diesem Jahr zur Bühne für eine ganz besondere Weltpremiere: Hauptsponsor und Car Partner Porsche Schweiz präsentiert auf der legendären Aroser Bergstrecke eine neue Sonderedition erstmals der Öffentlichkeit. Am Freitag, 4. September 2026, können Besucherinnen und Besucher den einmaligen Moment live miterleben. Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister wird das Fahrzeug im Rahmen einer exklusiven Premieren-Fahrt über die Strecke bewegen.

Zukunft des Motorsports: eFuels von HIF Global

Neben historischen Rennfahrzeugen richtet die Arosa ClassicCar 2026 den Blick auch auf die Zukunft der Mobilität. Gemeinsam mit HIF Global und Porsche Schweiz wird das Thema synthetische Kraftstoffe, sogenannte eFuels, am Rennwochenende aufgegriffen. Gemeinsam biete sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an, ihre Rennfahrzeuge kostenlos mit eFuels zu betanken.

Damit schlägt die Arosa ClassicCar bewusst die Brücke zwischen automobiler Geschichte und neuen Technologien. Denn gerade für den historischen Fahrzeugbestand können synthetische Kraftstoffe eine interessante Perspektive bieten. Die bestehenden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor lassen sich damit weiter nutzen, während die CO₂-Bilanz zukünftig deutlich verbessert werden kann.

©Arosa Tourismus/Keno Zache

Von der Shelby Cobra bis zum Sauber C3

Auch das historische Starterfeld bietet zahlreiche automobile Highlights. Urs Furter bringt erstmals seine seltene Shelby Cobra Daytona Coupé von 1965 nach Arosa. Serge Endress tritt mit einem Nissan Skyline GT-R Group A von 1990 an, während Albert Dobler nach längerer Pause mit seinem BMW M3 E30 DTM auf die Aroser Bergstrecke zurückkehrt.

Ein besonderes Stück Schweizer Motorsportgeschichte steuert Erich Schellinger bei: Sein Sauber C3 von 1973 war der letzte von insgesamt drei C3, die bei Sauber in Hinwil gebaut wurden. Nach Stationen in der Schweiz, Deutschland und Kanada kehrte der Rennwagen 2021 in die Schweiz zurück und wird 2026 erstmals von Schellinger an der Arosa ClassicCar pilotiert.

Neu: Die Vorkriegsfahrzeuge gemeinsam auf der Strecke

Eine besondere Bühne erhalten in diesem Jahr die ältesten Fahrzeuge des Starterfeldes. Erstmals werden die Vorkriegsfahrzeuge in einem eigenen Feld zusammengefasst. Unabhängig von ihrer gemeldeten Wertungskategorie starten sie gemeinsam am Ende des dritten Rennfeldes.

Damit werden automobile Zeitzeugen aus den frühen Jahrzehnten des Motorsports noch stärker sichtbar. Dazu gehört beispielsweise der Bugatti 37/35B von Daniel Sonderegger aus dem Jahr 1927. Zugelassen sind bei der Arosa ClassicCar Fahrzeuge, deren Geschichte bis in die Anfangsjahre des Automobilsports zurückreicht.

7,3 Kilometer, 76 Kurven und eine Besonderheit

Das Herzstück der Arosa ClassicCar bleibt die Strecke selbst. Vom Start in Langwies auf 1’374 Metern über Litzirüti führt sie bis ins Ziel am Obersee in Arosa auf 1’778 Metern. Auf 7,3 Kilometern warten 76 Kurven und insgesamt 422 Höhenmeter. Eine Besonderheit ist die rund 1,2 Kilometer lange Bergabpassage – einzigartig unter den Bergrennstrecken in den Schweizer Bergen.

Seit 2005 bringt die Arosa ClassicCar historische Rennfahrzeuge auf diese aussergewöhnliche Strecke. Was einst als Veranstaltung für Liebhaber klassischer Automobile begann, hat sich in mittlerweile 22 Austragungen zu einem international bekannten Treffpunkt der historischen Motorsport-Szene entwickelt.

Einsteigen statt nur zuschauen: Porsche-Renntaxi

Wer die 76 Kurven nicht nur vom Streckenrand erleben möchte, kann selbst auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Die beliebten Porsche-Renntaxis sind auch 2026 wieder unterwegs. Porsche stellt dafür unter anderem einen 911 GT3, einen 911 Turbo S und mehrere 911 Carrera 4 GTS zur Verfügung.

Am Steuer sitzen von Porsche zertifizierte Instruktoren, darunter der ehemalige Schweizer Skirennfahrer und mehrfache Weltcupsieger Daniel Mahrer sowie der dreifache Le-Mans-Sieger Marcel Fässler. Die Fahrt beginnt mit der Überführung vom Fahrerlager in Arosa nach Langwies. Anschliessend eröffnen die Renntaxis die Rennläufe und fahren über die komplett gesperrte Rennstrecke zurück nach Arosa.

Eine Fahrt kostet CHF 250.– pro Person, das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Aufgrund der grossen Nachfrage empfehlen wir, die Fahrt frühzeitig direkt zu buchen.

Das Programm von Donnerstag bis Sonntag

Den Auftakt bildet am Donnerstag, 3. September, der traditionelle Dorfcorso durch Arosa. Bereits tagsüber ist die Eventhalle von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Von Freitag bis Sonntag beginnen die ersten Trainingsläufe jeweils um 8.15 Uhr. Gefahren wird in drei Rennfeldern über den gesamten Tag verteilt. Die zweiten Läufe starten ab 13.30 Uhr. Der letzte Lauf des Tages beginnt um 16.40 Uhr und dauert planmässig bis 17.35 Uhr.

Neben dem Geschehen auf der Strecke sind die Fahrerlager ein zentraler Treffpunkt. In Langwies können die Fahrzeuge unmittelbar vor dem Start beobachtet werden, während im Zielgelände in Arosa die Eventhalle, Aussengastronomie, Tribünen, Fahrerlager, Porsche-Lounge und Arosa ClassicCar Circle-Bar für Rennatmosphäre sorgen. Grossbildschirme ermöglichen es, das Geschehen entlang der Strecke mitzuverfolgen.

Am Samstagabend findet ab 19.30 Uhr das Race Dinner in der Eventhalle statt. Den Abschluss bildet am Sonntag die Rangverkündigung und Preisverteilung im Fahrerlager Ochsenbühl, rund 30 Minuten nach Rennschluss.

Streckensperrungen von Freitag bis Sonntag

Für den Rennbetrieb wird die Kantonsstrasse zwischen Langwies und Arosa von Freitag, 4. September, bis Sonntag, 6. September, täglich in mehreren Zeitfenstern vollständig gesperrt:

  • 07.45 bis 10.20 Uhr
  • 10.55 bis 12.15 Uhr
  • 13.00 bis 15.25 Uhr
  • 16.10 bis 18.00 Uhr

Zwischen den Rennblöcken wird die Strecke für Überführungen und den Verkehr wieder freigegeben. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, genügend Zeit für die Anreise einzuplanen und wenn möglich den öffentlichen Verkehr zu nutzen.

Zusätzlich ist aufgrund von Bauarbeiten die Schanfiggerstrasse zwischen Maladers Platz und Sax von Montagabend, 31. August, bis Donnerstagmorgen, 3. September 2026, jeweils von 22.15 bis 05.30 Uhr gesperrt.

Mit 50 Prozent Rabatt bequem mit dem Zug nach Arosa

Für die Anreise empfiehlt die Arosa ClassicCar ausdrücklich den öffentlichen Verkehr. Die Fahrt mit der Rhätischen Bahn von Chur durch das Schanfigg nach Arosa führt direkt ins Veranstaltungsgelände.

Inhaberinnen und Inhaber eines Mehrtages- oder VIP-Tickets profitieren von 50 Prozent Ermässigung auf die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr, solange der Vorrat reicht.

Zwischen Arosa und Langwies verkehren von Freitag bis Sonntag zudem kostenlose Shuttlebusse. Ein separater Shuttle bringt Besucherinnen und Besucher vom Bahnhof Langwies direkt zum Startgelände. Damit lassen sich verschiedene Zuschauerpunkte entlang der Strecke bequem miteinander verbinden.

Mehr als Motorsport

Auch abseits der Rennstrecke bietet die Arosa ClassicCar ein vielseitiges Erlebnis. Die Eventhalle ist während des Rennwochenendes geöffnet, Aussengastronomie und Bars sorgen für Verpflegung und beide Fahrerlager können kostenlos besucht werden. Merchandise ist von Donnerstag (ab Mittag) bis Sonntag jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr erhältlich.

Wer das Rennwochenende mit einem Aufenthalt in Arosa verbindet, kann mit der Arosa Card zudem zahlreiche Sommerangebote nutzen. Dazu gehören unter anderem die Arosa Bergbahnen, Ortsbus, Pedalo- und Bootsvermietung, Seilpark und Strandbad Untersee.

Weitere Informationen: arosaclassiccar.ch

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