Dachbegrünungen tragen zum Klimaschutz bei: Sie binden CO2 in der Vegetation und helfen durch Energieeinsparungen, Emissionen zu senken. Foto: djd/Bundesverband GebäudeGrün

Fördermöglichkeiten und Informationen: Was Interessierte wissen sollten

Die Hitzewellen zeigen, wie wichtig wirksame Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel geworden sind. Begrünte Dächer, Fassaden und Innenräume können dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Dach- und Fassadenbegrünungen schützen Gebäude vor extremer Sonneneinstrahlung, speichern Regenwasser und verbessern insbesondere in dicht bebauten Gebieten die Luftqualität, indem sie Feinstaub und Schadstoffe binden. Dennoch wird das Potenzial in Deutschland bislang vielerorts nur unzureichend genutzt. Wer sein Haus oder seine Garage begrünen möchte, sollte diese Angebote kennen:

Viele Millionen Quadratmeter stehen in Deutschland für eine Begrünung zur Verfügung, wie dieses Gebäude in Göggingen im baden-württembergischen Landkreis Sigmaringen. Foto: djd/Bundesverband GebäudeGrün

1. Fördermöglichkeiten nutzen
Viele Städte und Gemeinden fördern Gebäudegrün mit finanziellen Zuschüssen oder steuerlichen Vorteilen. Das lohnt sich nicht nur für Umwelt und Stadtklima: Begrünte Dächer und Fassaden können im Sommer die Aufheizung von Gebäuden verringern und dadurch das Raumklima positiv beeinflussen. Im Winter wirken sie als natürliche Dämmschicht. Zudem binden die Pflanzen CO2 und fördern ein angenehmeres Mikroklima in Wohngebieten. Eine Übersicht aktueller Förderangebote bietet der Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG) unter www.gebaeudegruen.info im Bereich „Wissen und Ressourcen“. Dort finden Interessierte auch Hinweise zur Antragstellung.

Im baden-württembergischen Sigmaringen wurde für den Carport diese kreative Begrünungslösung gefunden. Foto: djd/Bundesverband GebäudeGrün

2. Wissen erwerben – online oder vor Ort 
Wer Begrünungsprojekte selbst umsetzen möchte, kann auf zahlreiche Informations- und Weiterbildungsangebote zurückgreifen. Online-Crashkurse vermitteln praxisnah, wie sich Fassaden, Garagendächer oder andere Flächen nachhaltig, kostengünstig und fachgerecht begrünen lassen. Einsteiger, Hobbygärtner und alle, die ihr Haus grüner gestalten möchten, erhalten Tipps zu Pflanzenwahl, Bewässerung, Materialien sowie zu Pflege und Gestaltung. Informationen und Termine gibt es unter www.gebaeudegruen.info im Bereich „Veranstaltungen und Seminare“. Ergänzend werden Seminare, Gründach- und Fassadengrün-Foren sowie kostenfreie Halbtagesseminare in ausgewählten Städten angeboten.

Im Sommer halten begrünte Dächer und Fassaden die Hitze ab, im Winter helfen sie, Wärme im Gebäude zu halten. Foto: djd/Bundesverband GebäudeGrün

3. Beratung in Anspruch nehmen
Vor allem bei größeren Projekten kann eine fachliche Beratung sinnvoll sein. „Für Privatpersonen bieten wir Orientierung rund um die Gebäudebegrünung an, etwa eine Erstberatung online oder vor Ort für private Bauherren und Eigentümer“, so BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann. Hinzu komme die Möglichkeit einer Begutachtung bestehender Begrünungen. Interessierte finden zudem auf der Webseite des Verbandes Experten für die Gebäudebegrünung.

Das Bild zeigt, welche kreativen Möglichkeiten eine Dachbegrünung bieten kann. Foto: djd/Bundesverband GebäudeGrün

Tipp für Familien: Im Kinderbuch „Vier Freunde finden eine neue Heimat“ wird das Thema Dachbegrünung altersgerecht erklärt – im handlichen Format für jede Gelegenheit.

Das Kinderbuch zur Dachbegrünung „Vier Freunde finden ein neues Zuhause“ bringt jungen Leserinnen und Lesern das Thema Dachbegrünung näher. Foto: djd/Bundesverband GebäudeGrün

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