Von der Sternenschale aus hat man den besten Blick in den faszinierenden Sternenhimmel. © Severin Wegner
Zwischen Gepatschhaus, Gepatsch-Stausee und dem Gletscher Gepatschferner wartet eine einzigartige Berglandschaft darauf, entdeckt zu werden. Egal, ob entlang des Sees, bei einer genussvollen Wanderung oder einem hochalpinen Gipfelerlebnis auf einem der zahlreichen 3.000er. Barrierefrei und nachhaltig.

Besondere Ausblicke verspricht ein Ausflug zum Gepatsch Stausee. © TIWAG
Wandern über den roten Felsen und mit Sternenblick
Die Region rund um den Gepatsch-Stausee ist ein wunderbares Wandergebiet. Die Region ist bekannt für ihre Naturschönheiten, die sich auf verschiedenen Routen erkunden lassen. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Wanderung über den Zirbenweg, die am traditionsreichen Gepatschhaus endet. Die Wanderung über die roten Felsen bis zum Gletschertor belohnt mit einer tollen Aussicht über den Stausee.
Am Ende des Stausees wartet noch eine besondere Wanderung: Über den „Alten Gepatsch Wanderwerg“ geht es in Richtung Gepatschalm. Hier gelangt man zur Sternenschale. Von dort hat man in der Nacht einen klaren Blick auf den Sternenhimmel, schließlich ist das Gepatsch einer der dunkelsten Orte Österreichs. Tipp: Bei der geführten Tour „Sternennächte erwandern“ wird man sogar von Experten begleitet.

Im Kaunertal ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. 2025 gab es die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen. © Roman Huber
Über 80 Dreitausender: Gipfel-Erlebnisse mit den Kaunertaler Bergführern
Wer die malerische Kaunertaler Gletscherstraße hinauffährt, nähert sich den über 80 Dreitausender-Gipfeln der Region – von der Weißseespitze bis zum Glockturm. Diese sind nicht nur schön anzusehen – sie lassen sich auch erklimmen. Die staatlich geprüften Kaunertaler Bergführer bieten hochalpine Gipfelerlebnisse als geführte Tour an. Zu den Highlights gehören dabei die Hochtour zur Weißseespitze, der Königin des Kaunertals auf 3.501 Meter Seehöhe und die Bergtour auf den Glockturm. Hier geht es rauf auf eine Höhe von 3.353 Metern. Ebenfalls etwas Besonderes ist die zweitägige Gletschertour Rauhekopfhütte, die entlang der Gletscherzunge des Gepatschferners führt. Alle Touren finden in kleinen Gruppen statt, immer persönlich begleitet von einem erfahrenen Kaunertaler Bergführer.
Übrigens: Wer mehr zum Thema Klima, Gletscher und Veränderung erfahren möchte, sollte die informative und spannende Naturpark-Ausstellung „Mit aller Kraft. Klima, Gletscher, Kaunertal“ besuchen. Sie befindet sich in den Räumlichkeiten des Quellalpin, das neben der Ausstellung für vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten steht.

Die Region rund um den Gepatsch Stausee bietet eine Vielfalt an Wanderangeboten. © Severin Wegner
153 Meter hohe Staumauer: Der Gepatsch-Stausee zieht viele Besucher an
Das hintere Kaunertal erreicht man über die berühmte Kaunertaler Gletscherstraße, die sich vom Talboden bis hinauf zum Gletscherzentrum auf 2.750 Meter Seehöhe schlängelt. Die in Holly- und Bollywood sehr populäre Straße (hier wurden unter anderem Szenen des Actionfilms „xXx – Triple X“ gedreht) führt vorbei am Gepatsch-Stausee, der Jahr für Jahr viele Besucher anzieht. Der imposante Staudamm wurde in den 1960er-Jahren gebaut und war damals mit 600 Metern Länge und 153 Metern Höhe der zehnthöchste Staudamm der Welt. Gespeist wird er aus den Bächen vom Gepatschferner, wie etwa dem Faggenbach. Dazu kommen weitere Zuflüsse aus dem Kaunertal, Pitztal und Radurschltal. Die rund 140 Mio. Kubikmeter Wasser des Sees speisen wiederum das Kraftwerk Kaunertal und produzieren Strom für die Region und darüber hinaus.
Direkt am Staudamm befindet sich das Café Seepanorama mit seiner Terrasse, die eine herrliche Aussicht auf den See gewährt. Am Infopoint erklärt eine Ausstellung alles zur Energiegewinnung mit Wasserkraft in Tirol.

Das Kaunertal steht für Barrierefreiheit. © Die West GmbH
Barrierefrei, nachhaltig und ausgezeichnet
Das Kaunertal steht nicht nur für seine einzigartige Berglandschaft, es tut auch sehr viel dafür, diese zu erhalten und für alle erlebbar zu machen. Nicht ohne Grund trägt es seit 2025 das Österreichische Umweltzeichen. Diese Auszeichnung gab es für die umweltfreundliche Betriebsführung und Ressourcenschonung in der Region. „Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Trend, sondern eine Verpflichtung gegenüber Natur und Gästen“, betont Dietmar Walser, Geschäftsführer Tourismusverband Tiroler Oberland Erlebnisraum Kaunertal. Mit Investitionen in moderne Technik, Energieeffizienz und Mobilität setzt die Region auf zukunftsfähigen Wintertourismus.
Außerdem ist das Kaunertal barrierefrei: Dank rollstuhlgerechter Wanderwege, Monoski- und Schlittenlanglauf-Angeboten, barrierefreier Unterkünfte und speziell angepasster Infrastruktur, wie Aussichtspunkten und Naturspielplätzen, bietet die Region uneingeschränkten Zugang zu ihrer beeindruckenden Bergwelt. Sogar bis auf über 3.000 Meter Höhe.
Weitere Informationen unter: www.kaunertal.com
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