Fuorisalone 2026 ©Kaldewei

Kaldewei inszeniert „Bubbles of Time“ auf dem Fuorisalone 2026

In den Räumlichkeiten des Palazzo Crespi am Corso Matteotti – entworfen von Piero Portaluppi und während der Mailänder Designwoche erstmals als Ausstellungsort geöffnet – initiiert Kaldewei gemeinsam mit Parasite 2.0 und Bianca Felicori, Gründerin von Forgotten Architecture, einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in dessen Mittelpunkt die Kultur des Badezimmers steht.

Fuorisalone 2026 ©Kaldewei

Zwischen 1928 und 1932 entwarf Portaluppi den Palazzo Crespi in Mailand für die Familie Crespi – eine Dynastie von Industrieunternehmern und Miteigentümer der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Das Gebäude gilt als eines der repräsentativsten Beispiele der Mailänder Wohnarchitektur jener Zeit. Seine präzise komponierte Fassadenstruktur folgt dem Prinzip der progressiven Leichtigkeit: Dunklere Marmortöne am Sockel gehen nach oben hin in hellere Nuancen über. Arkadensockel, Pilaster gegliederte Geschosse und zurückgesetzte Obergeschosse mit Terrassen verleihen der Architektur eine klare rhythmische Ordnung.
Die Materialität bildet einen zentralen Ausgangspunkt der Ausstellung. Neben Beispielen der Kaldewei Stahl-Emaille werden ausgewählte Marmorsorten präsentiert, die Portaluppi in seinen Projekten verwendete, und eröffnen so einen unmittelbaren Dialog zwischen historischer Architekturmaterialität und heutiger Gestaltungspraxis.

Fuorisalone 2026 ©Kaldewei

Ein besonderes Highlight der Installation ist die für Bubbles of Time entwickelte Farbinterpretation eines neuen Dusty Pink. Die von Kaldewei individuell für dieses Projekt kreierte Farbe nimmt Bezug auf Portaluppis Marmortöne und übersetzt deren atmosphärische Qualität in eine zeitgenössische Farbwelt – als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Im Untergeschoss des Gebäudes präsentiert Kaldewei ausgewählte Produktikonen in einem eigens von Parasite 2.0 entwickelten Ausstellungskonzept und setzt sie in einen Dialog mit zentralen Badentwürfen Portaluppis, darunter Giginas Badezimmer in der Villa Necchi in Mailand sowie die Badezimmer der Villa Panza in Varese. Zeitgenössische Fotografien dieser Innenräume und ausgewählte Monografien zu seinem Werk erweitern die Inszenierung und verorten die Kaldewei Produkte innerhalb einer architektonischen Entwicklungsgeschichte des Badezimmers.

Fuorisalone 2026 ©Kaldewei

Im Zentrum der Inszenierung steht die Neuinterpretation der MST Classic Duo Oval als archetypische Form der freistehenden Badewanne. Ihre zeitlose Silhouette verbindet historische Badkultur mit einer modernen Auffassung von Raum, Materialität und Komfort. Die Nuio Duo Zen Edition ergänzt diese Entwicklung um eine neue Perspektive und denkt das Badezimmer als Ort der Ruhe, der Konzentration und der sinnlichen Erfahrung innerhalb heutiger Wohnarchitektur weiter.

Designorientierte Duschlösungen und präzise gestaltete Waschtischschalen zeigen, wie Kaldewei Stahl-Emaille als architektonisches Material in unterschiedlichen Elementen des Badezimmers wirksam wird.

Die Ausstellung Bubbles of Time ist das Ergebnis umfangreicher Archivrecherchen von Bianca Felicori und macht sichtbar, wie das Badezimmer historisch als ritueller Raum gedacht wurde, in dem Technologie, materielle Kultur und Wohnerlebnis zusammenfinden.

Fuorisalone 2026 ©Kaldewei

Mit Bubbles of Time übersetzt Kaldewei die architektonische Haltung Portaluppis in eine zeitgenössische Perspektive – anhand ausgewählter Designikonen und neuer Farbkonzepte. So wird das Bad als integraler Bestandteil moderner Wohnarchitektur erfahrbar und Kaldewei Produkte treten als dauerhafte architektonische Elemente in Erscheinung, die diese Entwicklung über Generationen hinweg begleiten.

Disclaimer:
„Für den oben stehenden Beitrag sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Nutzer verantwortlich. Eine inhaltliche Kontrolle des Beitrags seitens der Seitenbetreiberin erfolgt weder vor noch nach der Veröffentlichung. Die Seitenbetreiberin macht sich den Inhalt insbesondere nicht zu eigen.“