Die Rückbesinnung auf Ur-Möhren bringt ungewohnte Farbtupfer in den Garten und in die Küche. Foto: djd/Kiepenkerl

Violette Möhren, gestreifte Tomaten: Die Natur kennt keine Norm

Das Gemüseangebot im Supermarkt ist oft recht monoton. Tomaten sind rund und rot, Gurken lang und grün, Möhren orange. Tatsächlich ist die Natur viel bunter und hält auch gängige Gemüsesorten in ungewöhnlichen Varianten bereit. Der eigene Garten oder Kübel auf dem Balkon bietet die Möglichkeit, diese Vielfalt selbst zu erleben. Noch größer als beim Anbauen ist später das Staunen, wenn es mit frischem Gemüse auf dem Teller zugeht, als hätte jemand die Farbpalette neu gemischt.

Der Garten beschenkt uns mit buntem Gemüse. Unbekanntere Sorten bringen bunte Farben und intensiven Geschmack in den Erntekorb. Foto: djd/Kiepenkerl/Getty Images/Steve Brookland

Farbe verändert, wie man kocht

Das Auge isst bekanntlich mit – aber Farbe verändert auch, wie man einkauft, erntet und anrichtet. Frische Salate oder Gemüseplatten eignen sich besonders, um die Bandbreite sichtbar zu machen. Wer etwa zur Kirschtomate Moonshine greift, zeichnet hellgelbe Punkte ins Beet und auf den Teller. Rot-grün gestreifte Tiger-Tomaten setzen weitere Akzente.

Kunterbunte und gesunde Vielfalt: Mit außergewöhnlichen Gemüsesorten aus eigenem Anbau kommt Abwechslung auf den Teller. Foto: djd/Kiepenkerl

Dieser Farbreichtum beschränkt sich nicht auf die Nachtschattengewächse. Ur-Möhren wie die Purple Haze bringen ein tiefes Violett auf den Teller, das im Inneren von einem leuchtenden Orange unterbrochen wird – als wäre jede Möhre einzeln bemalt. Mischungen, wie sie etwa Anbieter wie Kiepenkerl führen, reichen von Gelb bis Weiß und erweitern die Auswahl zusätzlich. Selbst das klassische Radieschen muss nicht immer rot sein. Ob pink oder gelb, mit buntem Saatgut wird jede Ernte zu einer kleinen Schatzsuche.

Ob pink oder gelb, Radieschen gibt es heute als Saatgut in einer großen Farbvielfalt. Foto: djd/Kiepenkerl

Gemüse mal ganz anders

Neben der Optik spielt die Haptik eine wichtige Rolle für den Genuss. Eine mexikanische Minigurke wie die Mateo fällt nicht nur durch ihre gepunktete Außenhaut auf, sondern bietet mit ihrer kompakten Form eine ganz andere Textur als die gewohnte Schlangengurke. Andere Gurkensorten kommen kernlos und besonders zart daher und eignen sich gut für den rohen Verzehr. Einen Überblick über die Gemüsevielfalt sowie Tipps zum Anbau gibt es etwa unter www.kiepenkerl.de. Eine Auswahl an Farbe, Form und Geschmack, die man im Handel so kaum findet, bieten etwa die 44 Saatgutsorten des Anbieters. Das Spektrum reicht von exotischen Melonenbirnen bis hin zu weißen, tellerförmigen Zucchini, die sich in Scheiben geschnitten auch als Grillgemüse eignen. Was als Saatgutentscheidung beginnt, endet als Frage des Geschmacks – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Die mexikanische Minigurke Mateo fällt durch ihre gepunktete Außenhaut auf. Foto: djd/Kiepenkerl

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