Gernsbach ©Jigal Fichtner
Die Murg wurde von den NaturFreunden Deutschlands und dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV) zur Flusslandschaft der Jahre 2026/27 ernannt. Die offizielle Proklamation findet am Weltwassertag, dem 22. März 2026, im Naturfreundehaus „An der Murg“ in Rastatt statt. Für die Baiersbronn Touristik und den Zweckverband „Im Tal der Murg“ ist diese Auszeichnung eine besondere Anerkennung der erfolgreichen Renaturierung des Flusses und der nachhaltigen touristischen Entwicklung im Murgtal.

©Jigal Fichtner
In Baiersbronn entspringen die Quellbäche Rotmurg und Rechtmurg in den Hochlagen des Nordschwarzwaldes und vereinigen sich zur Murg. Von hier aus entwickelt sich der Fluss zu einer abwechslungsreichen Naturlandschaft. Der Charakter der Murg verändert sich im Flussverlauf mehrmals stark. Mal in breiten Wiesentälern, um kurz darauf wie ein alpiner Wildfluss anzumuten, um dann wieder sanfter zu strömen. Als begradigter Flusskanal fließt sie letztlich in der künstlich verlegten Mündung in den Rhein. Zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen schaffen wertvolle Lebensräume ebenso wie attraktive Erholungsorte. Die sichtbaren ökologischen Erfolge, darunter zum Beispiel die Rückkehr des Lachses und eine deutlich verbesserte Wasserqualität, bilden die Grundlage für das besondere Naturerlebnis entlang des Flusses.
In Baiersbronn und dem Murgtal ist die Murg fest im touristischen Angebot integriert: Entlang des Murgtal-Radwegs „Tour de Murg“ wird der Murg 67 Kilometer von Freudenstadt bis nach Rastatt gefolgt. Neben einem angenehmen Streckenverlauf, der sich auch sehr gut für Familien mit Kindern eignet, ist ein weiterer Pluspunkt die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, der eine Hin- und Rückfahrt komfortabel via S-Bahn ermöglicht. Der Premiumwanderweg „Murgleiter“ führt auf seinen fünf Etappen über insgesamt 110 Kilometern vom Startportal am Unimog-Museum in Gaggenau bis zum Schliffkopf im Schwarzwald. Jede Etappe zeigt dabei jeweils ein abwechslungsreiches Teilstück des Murgtals.

Rastatt ©Jigal Fichtner
Der 2024 neu eröffnete Lachserlebnispfad erzählt zwischen Baiersbronn und Rastatt die Geschichte des Flusses und seiner ökologischen Wiederbelebung und macht die Bedeutung der Renaturierungsmaßnahmen anschaulich erlebbar. Unterteilt in vier thematische Abschnitte erzählt der Weg von der „frischen Murg“, der „wilden Murg“, der „starken Murg“ und der „zahmen Murg“. Dabei vermitteln Informationstafeln und Aktivstationen Wissen über die Biologie der Lachse sowie über die Natur- und Kulturgeschichte des Tals.
Darüber hinaus sind gerade für Familien einige Highlights entlang der Murg gelegen. In Baiersbronn wurde mit der Baiersbronner Bike Area ein modernes, naturnahes Freizeitangebot direkt am Ufer der Murg geschaffen, das sportliche Aktivität mit der besonderen Atmosphäre des Flusstals verbindet. In Gaggenau fließt die Murg direkt an der Innenstadt vorbei und ermöglicht es, einen Stadtbummel nahtlos mit erholsamen Momenten am naturnahen Flussufer zu verbinden.

©Jigal Fichtner
Auf der Gernsbacher Murginsel kann bei warmem Wetter die Sonne direkt am Flussufer genossen und die Füße im kühlen Nass erfrischt werden.
Der Wasserspielplatz im Forbacher Murggarten bietet eine wunderbare Spielgelegenheit für die ganze Familie – und das bei freiem Eintritt.
Flussbettwanderungen, die bei entsprechender Witterung ebenfalls in Forbach starten, ermöglichen es den Teilnehmenden, den Charakter des Flusses hautnah zu erleben.
Zudem gilt die Murg bei entsprechenden Wasserständen als einer der schönsten Wildwasserflüsse Deutschlands und zieht Kajakfahrer aus nah und fern an.
„Die Auszeichnung der Murg als Flusslandschaft der Jahre 2026/27 unterstreicht eindrucksvoll, wie eng in Baiersbronn und im Murgtal Natur, Erholung und nachhaltiger Tourismus miteinander verbunden sind“, betont Christina Palma Diaz, Tourismusdirektorin in Baiersbronn und Verantwortliche für die touristische Vermarktung des Zweckverbands „Im Tal der Murg“. „Sie ist Einladung an Gäste und Einheimische gleichermaßen, den Fluss als lebendigen Naturraum zu entdecken und wertzuschätzen.“
Mehr unter www.baiersbronn.de und www.murgtal.org.
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