Unter dem funkelnden Sternenhimmel erheben sich die Dreitausender in Osttirol/Österreich majestätisch über verschneite Täler. © TVB Osttirol/BergimBild
Osttirol, Österreich: Wo der Wintersport nachts weitergeht
Wenn die Nacht über Osttirol hereinbricht, verändert sich die Welt: Die Berge werden still, die Sterne treten näher und inmitten der 266 Dreitausender entfaltet sich eine Stimmung, die leiser und intensiver kaum sein könnte. Wenn Wintersportler sich in diesem Moment nach draußen begeben, ahnen sie noch nicht, welche Erlebnisse die Region südlich des Alpenhauptkamms in der Dunkelheit bereithält. www.osttirol.com

Die beleuchtete Blusenrunde Prägraten in Osttirol/Österreich ist ideal für Langläufer, die nach Einbruch der Dunkelheit eine Erkundungstour machen möchten und bewusst Abgeschiedenheit suchen. © TVB Osttirol/Gottfried Islitzer
Flow & Snow
Stimmig fügen sich 400 Loipenkilometer zwischen 673 und 2.052 Metern Seehöhe in die winterlichen Tallandschaften der österreichischen Bergregion ein. Seit Jahren setzt Osttirol auf höchste Loipenqualität, moderne Infrastruktur und nachhaltige Schneesicherheit. Gerade die Kombination aus intensivem Ganzkörpertraining und der Nähe zu insgesamt 266 Dreitausendern macht den Reiz der Nordischen Sportart dort aus. Ob sanfte Talrunden oder anspruchsvolle Höhenloipen – das kraftvolle Gleiten durch die Stille fordert Muskelkraft, fördert mentale Entspannung, lässt Gedanken fliegen und schafft einen klaren Kopf. Ideal, um nach Feierabend und bei Einbruch der Dunkelheit auf bestens präparierte Loipen aufzubrechen: Die Runde Lavant (3 Kilometer), die Blusenrunde Prägraten (1,4 Kilometer) sowie die Loipe St. Jakob – Grünmoos (2 Kilometer) werden alle bis 21 Uhr beleuchtet und sind sowohl für den klassischen Stil als auch für Skating geeignet. Wer hingegen wie die Spitzenathleten trainieren möchte: Das Tiroler Gail- und Lesachtal mit seinem internationalen Langlauf- und Biathlonzentrum im Bergdorf Obertilliach ist dank der Höhenlage, Infrastruktur und Beleuchtung bis 19 Uhr auch für Langlaufprofis, Kader- und Talentschmieden interessant.

Über 30 Naturrodelbahnen gibt es in Osttirol/Österreich – neun davon, mit insgesamt über 15 Kilometern, sind abends beleuchtet und laden zum stimmungsvollen Nachrodeln ein. © TVB Osttirol/Helmut Bachlechner
Nächte voller Möglichkeiten
Die Abgeschiedenheit der Täler, die weiten Flächen des Nationalparks Hohe Tauern und die bewahrte Ursprünglichkeit der Landschaft schaffen beste Bedingungen für sportliche Aktivitäten im Sternenlicht. Besonders beliebt ist das Nachtrodeln auf den zahlreichen Naturbahnen der Region. Mit Stirnlampe oder unter Flutlicht sausen sie talwärts, oftmals samt gemütlicher Einkehr im Gasthaus als Auftakt oder Ausklang. So auch am Fuße des Rauchkofels auf der Naturrodelbahn Lienzer Dolomiten in Leisach (1,1 Kilometer) mit insgesamt sieben Kehren, auf der Alpe Stalle in St. Jakob (1,8 Kilometer) im Defereggental, wo sich ein Abstecher bei Hüttenwirt Bruno auf 1.714 Metern Höhe lohnt oder auf der Strecke in Winkeltal/Tilliachalm, die sogar mit dem Tiroler Naturrodelbahn Gütesiegel zertifiziert ist. Ein sportlicheres Tempo bietet das Flutlichtskifahren in Kartitsch und Virgen, wo bestens präparierte Pisten ein bzw. zweimal pro Woche bis in die Abendstunden für Schwünge im Scheinwerferlicht geöffnet sind. Ruhiger, aber nicht weniger stimmungsvoll zeigt sich die Fackelwanderung rund um den zugefrorenen Tristacher See: Im warmen Licht der Flamme spiegelt sich der Winterhimmel auf der Eisfläche, während die umliegenden Lärchen und Fichten in der Dunkelheit verschwimmen.
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