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Wenn Sitzen krank macht

Bild: Rainer Sturm, pixelio.de

Bild: Rainer Sturm, pixelio.de

Ob im Büro, in der Uni oder auf dem Sofa – Sitzen ist für uns alltäglich und völlig normal. Dass der Mensch dafür eigentlich nicht gemacht ist, rückt dabei in den Hintergrund. Evolutionär gesehen sind wir nämlich für kilometerlanges Laufen gemacht und nicht für Arbeiten vor dem Schreibtisch. Auf Dauer macht uns das lange Sitzen krank und verkürzt unsere Lebenserwartung drastisch.

Sitzen ist das neue Rauchen – so argumentieren US-Forscher, nachdem ihnen die Ergebnisse aus Langzeitstudien mehr als deutlich aufzeigten, dass langes Sitzen lebensgefährlich sein kann. Denn mehr Menschen sterben jährlich an mangelnder Bewegung als infolge des Nikotinkonsums. Es zerstört nämlich nicht nur die Beweglichkeit des Rückens, sondern greift auch unseren Organismus an. Bereits sechs Stunden täglich reichen demnach aus, um die Lebenserwartung zu verkürzen. Bedenkt man, dass die meisten Menschen schon acht Stunden im Büro verbringen, ist dieses Pensum schnell überschritten.

Die Liste der Risiken und Krankheiten, die sich durch zu langes Sitzen entwickeln, ist erschreckend. Herzkrankheiten, Darmkrebs oder Diabetes sind nur einige. Auch Durchblutungsstörungen im Körper verstärken sich und die Sauerstoffversorgung im Gehirn wird verlangsamt. Rückenschmerzen und ein Abbau der Muskulatur tun schließlich ein Übriges.

Doch wie kann diesen Risiken entgegengewirkt werden? Dreimal Sport in der Woche nach der Arbeit reicht da nicht aus, da man trotzdem den ganzen Tag gesessen ist. Der Büroalltag sollte daher ein Mix aus geradem Sitzen, Stehen und Gehen sein. Wem dies schwerfällt, der kann sich als Maß nehmen, sich pro Arbeitsstunde fünf Minuten zu bewegen.

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