PresseTicker

VON MESOPOTAMIEN BIS ‚MID-CENTURY MODERN‘ AUF DER TEFAF MAASTRICHT 2018

Die TEFAF Maastricht präsentiert über 280 der weltweit renommiertesten Kunst-, Antiquitäten- und Designhändler, die ihre erlesensten Stücke auf der Messe anbieten. Auch die diesjährige Ausgabe der Messe ist ein unvergleichlicher Anziehungspunkt für Privatsammler, Museumsdirektoren und -kuratoren, professionelle Akteure des Kunstmarkts und Kunstliebhaber aus zahlreichen Ländern; TEFAF Maastricht gilt weltweit als die führende Kunst- und Antiquitätenmesse. Ihre herausragende internationale Reputation verdeutlicht sich u.a. in der Bandbreite und Qualität der seltenen Kunstwerke, die auf der Messe zum Verkauf offeriert werden. Die TEFAF Maastricht findet vom 10. bis 18. März 2018 im MECC (Maastricht Exhibition & Conference Centre) statt.

Alle an der TEFAF Maastricht ausstellenden Kunsthändler zählen zu den führenden Unternehmen in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Dies hat zur Folge, dass auf der Messe nicht selten neuentdeckte und wiederaufgefundene Kunstwerke zum ersten Mal auf dem Markt präsentiert werden. Das trifft auch auf Kollenburg Antiquairs (Stand 182) zu, die das Gemälde des Saint Albinus und Saint Bernardus, 1496, Tempera auf Holz, von Filippino Lippi (ca. 1457 ‒ 1504) ausstellen. Diese Arbeit ist seit über einhundert Jahren erstmals wieder auf dem Kunstmarkt zu sehen und hat eine außergewöhnliche Provenienz. Die Tafel wurde für das Kloster San Donato agli Scopeti gemalt. Sie diente als Ersatz für ein Gemälde, das 1481 bei Leonardo da Vinci in Auftrag gegeben wurde und das dieser unvollendet zurückgelassen hatte. Im Jahr 1529 kaufte Kardinal Carlo de’ Medici das Gemälde, und 1666 wurde es zum Bestandteil der Sammlungen der Uffizien.

‚Torso of a Crouching Woman‘, Bronze, entworfen ca. 1887 und gegossen um 1913 von Camille Claudel (1864 – 1943). Mit freundlicher Genehmigung der Daniel Katz Gallery (Stand 100)

„TEFAF Antiques“ ist mit 90 Ausstellern die größte Sektion der Messe. In diesem Bereich sind einige der bemerkenswertesten, marktfrischen Objekte der angewandten Kunst zu entdecken. Auf der Messe 2018 werden insbesondere Skulpturen – quer durch die Jahrhunderte hinweg – sehr gut vertreten sein. Daniel Katz Gallery (Stand 100) bietet die außergewöhnliche und anrührende Bronzeskulptur Torso of a Crouching Woman von Camille Claudel (1864 ‒ 1943) an. Es wird angenommen, dass die um 1887 entworfene und um 1913 gegossene Skulptur die destruktive Beziehung zwischen Camille Claudel und Auguste Rodin reflektiert. Die Künstlerin arbeitete viele Jahre in der Werkstatt Rodins. Axel Vervoordt (Stand 424) zeigt eine wunderschöne Marmorskulptur des Kopfes der Venus Genetrix aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.; dieses Objekt wird seit den 1960-er Jahren zum ersten Mal auf dem Kunstmarkt angeboten.

Kunsthändler nutzen die TEFAF Maastricht gerne als Gelegenheit, um eine bestimmte Kunstbewegung oder ein Thema aus der Kunstgeschichte ‒ manchmal auch ihre eigenen Firmen-Jubiläen ‒ zu feiern. Epoque Fine Jewels (Stand 186) begeht auf der TEFAF Maastricht ihr 60. Jubiläum. Zur Feier des Tages stellt der Schmuck-Spezialist ein bemerkenswertes Stück aus dem belgischen Kulturerbe aus: den Art-Nouveau-Halsschmuck Glycines von Philippe Wolfers (1858 – 1929). Dabei handelt es sich um ein äußerst bemerkenswertes, von Wolfers entworfenes Schmuckstück. Es besteht aus fünf alternierenden, mit kunstvoll bearbeiteten Wassermelonen-Turmalinen und geschnitzten Opalen besetzten Glyzinien zwischen lilafarbenen und grünen Plique-à-Jour-Blättergruppen aus Emaille.

Eine kleinere, aber sehr beeindruckende Ausstellergruppe in der Sektion „TEFAF Antiques“ wird den Bereich Haute Joaillerie ergänzen. Die TEFAF Maastricht freut sich, den neuen Aussteller Glenn Spiro begrüßen zu können, der seine Objekte unter dem Namen (Stand 139) zeigt. Bei G handelt es sich um einen der hochkarätigsten Juweliere des Vereinigten Königreichs. Sein erster Messeauftritt auf der TEFAF Maastricht wird die Besucher begeistern. Ein Highlight an seinem Stand sind ein Paar sehr seltene Karneol-Armreifen aus der ‘Antique’-Kollektion. Die Armreifen bestehen aus Elementen in der Form mesopotamischer Karneol-Pfeilspitzen aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. sowie weißen Diamanten im Rosenschliff, Korallenperlen und 18-karätigem Gelbgold.

Sammler, die sich in den Sektionen „TEFAF Paintings“ und „TEFAF Modern“ umsehen, können einige der interessantesten, momentan am Markt erhältlichen Gemälde entdecken ‒ von Alten Meistern bis zur Kunst der Gegenwart. Bei dem Bereich „TEFAF Modern“ handelt es sich um

eine sich ständig erweiternde Messesektion, die kontinuierlich an Stärke zunimmt. Im Jahr 2018 sind Perrotin (Stand 441), Massimo de Carlo (Stand 443), Mazzoleni (Stand 500), M&L Fine Art (Stand 523) und Leon Tovar Gallery (Stand 522) dabei. Außer ihnen sind noch 48 weitere Händler in der Sektion zu finden.

Im Bereich „TEFAF Modern“ sind Werke von Künstlern des 20. Jahrhunderts führend; Paolo Antonacci (Stand 337) feiert die erste Marino Marini gewidmete Retrospektive im Peggy Guggenheim in Venedig, Italien, und zeigt das ausdrucksstarke und evokative Werk Cavallo e Cavaliere (Il Lambicco), 1952, Öl auf Leinwand, von Marino Marini (1901 – 1980). Darüber hinaus wird Van de Weghe (Stand 510) ein bemerkenswertes Gemälde (Öl auf Leinwand) von Pablo Picasso (1881 – 1973) anbieten: Tête d’Homme, 1965.

Auf der Messe sind namhafte Künstler aus Europa vertreten; Richard Nagy (Stand 412), zeigt Arbeiten des österreichischen Meisters Egon Schiele (1890 – 1918), unter anderem das exquisite Werk Nude with Green Stockings, 1918, Gouache und schwarzem Bleistift auf Papier. The Mayor Gallery (Stand 451) wird mit Barson, 1966-1969, Öl auf Holz, ein sensationelles Kunstwerk des weltberühmten Op Art-Künstlers Victor Vasarely (1906 – 1997) ausstellen.

Wieder- und Neuentdeckungen nehmen auch im Bereich „TEFAF Paintings“ einen wichtigen Platz ein, so beispielsweise bei Antonacci Lapiccirella Fine Art (Stand 345), die ein nie ausgestelltes Gemälde von Antonio Canova (1757 – 1822) anbieten. Dieses stellt eine wichtige Neuentdeckung dar und führt zu einer signifikanten Erweiterung der Kenntnisse über die künstlerische Tätigkeit des großen Bildhauers als Maler. Bei dem Kunstwerk handelt es sich um Ritratto di Giorgione, Öl auf Leinwand, einem Werk, das dazu angelegt war, die berühmtesten Künstler der damaligen Zeit zu der trügerischen Annahme zu verleiten, es handele sich um ein Selbstporträt von Giorgione. Giorgione ist bekannt für seine Selbstporträts, von anderen Künstlern angefertigte Porträts von Giorgione stellen jedoch eine große Seltenheit dar.

Barson’, 1966-1969, Öl auf Holz, von dem weltbekannten Op Art-Künstler Victor Vasarely (1906 – 1997). Mit freundlicher Genehmigung von The Mayor Gallery (Stand 451

Der Bereich „TEFAF Paper“ präsentiert den Messebesuchern einige der ausdruckstärksten und kulturell bedeutendsten Kunstwerke auf Papier. Der

spanische Kunsthändler Artur Ramon (Stand 160) stellt eine unveröffentlichte Arbeit von José de Ribera (1591 – 1652) mit dem Titel Philosopher aus (Öl auf Leinwand). Dabei handelt es sich um ein Meisterwerk der Porträtkunst Riberas, und die Intensität dieser Arbeit kann sich mit den heutzutage im Prado befindlichen Darstellungen der Apostel messen (so beispielsweise mit Der heilige Bartholomäus, Der Heilige Philip oder Der heilige Thomas).

 

Stephen Ongpin Fine Art (Stand 724) wird mit der Studie eine Löwen, 1791, eine meisterhafte Tuschezeichnung von Théodore Géricault zeigen. Es wird angenommen, dass diese filigrane Arbeit ursprünglich dem unehelichen Sohn des Künstlers, Georges-Hippolyte Géricault, gehörte und sich seit den 1980-er Jahren in einer privaten Sammlung befand.

Der Bereich „TEFAF Ancient Art“ ermöglicht es Besuchern, einige der ältesten heute zum Verkauf anstehenden Kunstwerke zu sehen. Ein Highlight stellt bei der in den USA ansässigen The Merrin Gallery (Stand 430) eine polychrome Maya-Zylindervase aus der Zeit zwischen 550 – 950 v. Chr. dar. Es wurden junge Getreide-Gottheiten auf Kissen aus Jaguarfell dargestellt.

Neben der TEFAF Ancient Art befindet sich die neueste Sektion der Messe, die „TEFAF Tribal“ Sie präsentierte sich erstmals auf der Messe des Jahres 2017. Bei diesem Bereich handelt es sich um eine spannende und wachsende Sektion der TEFAF Maastricht. Messebesucher können hier Kunstgegenstände mit einer reichen kulturellen Vergangenheit finden. Besonders bemerkenswert ist ein Standbild aus New Ireland, eine schwarze Uli-Statue, die am Stand des belgischen Kunsthändlers Bernard de Grunne Tribal Fine Arts (Stand 121) zu sehen sein wird. Hierbei handelt es sich um ein außergewöhnlich schönes, auf dem Kunstmarkt erhältliches Beispiel für diese Art von Arbeiten; ein Blickfang im Messebereich „TEFAF Tribal“.

Eine weitere dynamische Sektion der Messe ist „TEFAF Design“ mit insgesamt 15 Ausstellern, die alle eine unvergleichliche Auswahl an seltenen und ausgezeichneten Objekten zeigen. Demisch Danant (Stand 610) aus New York bietet eine beeindruckende Wandbibliothek aus dem Jahr 1958, die damals auf der „Brussels International Exposition“ ausgestellt wurde. Sie wurde auf der Weltausstellung mit der Auszeichnung ‚Grand Prix and Gold Medal‘ bedacht.

Darüber hinaus zeigt die Galerie Eric Philippe (Stand 608) zwei Leuchter des finnischen Designers Paavo Tynell (1890 – 1973) aus dem Jahr 1954. Die Leuchter sind sehr wertvoll, da von ihnen insgesamt nur drei Stück hergestellt wurden.

Die TEFAF Maastricht freut sich, fünf interessante junge Händler im Bereich TEFAF Showcase begrüßen zu können: Die Teilnehmer auf der TEFAF Maastricht 2018 heißen: Galerie Le Beau (Stand 1), Charles-Wesley Hourdé (Stand 2), Kallos Gallery (Stand 3), Cortesi Gallery (Stand 4), und Librairie Camille Sourget (Stand 5). Die Palette der Sammlerdisziplinen innerhalb des Bereichs TEFAF Showcase zeigt eine große Bandbreite, und die Teilnehmer freuen sich darauf, ihr jeweiliges Spezialgebiet vorzustellen. Der Stand der Galerie Le Beau konzentriert sich auf vier Lounge Chairs, von denen die meisten bislang noch nicht ausgestellt wurden. Bemerkenswert ist der von José Zanine Caldas (1919 – 2001) entworfene Stuhl: Caldas stellte 1949 einen Prototyp für eine Produktion durch eine Firma her. Ziel war es Möbel aus bezahlbarem Material zu bauen für Kunden mit Sinn für modernen Stil und zugleich einem begrenztem Budget. Es handelt sich um ein Sitzmöbel aus Sperrholz, Seil und Stoff. Es diente als  einzigartiger Prototyp, der letztlich aber nicht in die Produktion ging.

Neue Aussteller auf der TEFAF Maastricht

TEFAF Antiques:
S Franses (Stand 261), Walter Padovani (Stand 244)

TEFAF Ancient Art:
Galerie Chenel 
(Stand 431), Safani Gallery (Stand 433)

TEFAF Design:
Thomas Fritsch – Artrium (Stand 611), Oscar Graf (Stand 603), Galerie Marc Heiremans (Stand 605), Jousse Entreprise(Stand 601)

TEFAF Haute Joaillerie:
G
 (Stand 139)

TEFAF Modern:
Massimo de Carlo 
(Stand 443), M&L Fine Art (Stand 523), Mazzoleni (Stand 500), Perrotin (Stand 441), Leon Tovar Gallery (Stand 522)

TEFAF Paper:
Galerie de la Présidence (Stand 709), Galerie Zlotowski (Stand 710)

-Hinweise für die Redaktionen-

WICHTIGE HINWEISE ZU DEN MESSEDATEN DER TEFAF MAASTRICHT 2018

  • Donnerstag, 8. März – 10:00 – 19:00 – Early Access Day (nur auf Einladung)
  • Freitag, 9. März – 11:00 – 19:00 – Preview Day (nur auf Einladung)
  • Samstag, 10. März – Samstag, 17. März – 11:00 – 19:00 – Allgemeiner Einlass
  • Sonntag, 18. März – 11:00 – 18:00 – Allgemeiner Einlass
  • Tickets für die Tage mit allgemeinem Einlass können für 40 €

über die Website www.tefaf.com oder auf der Messe erworben werden.

  1. TEFAF Maastricht

Die TEFAF Maastricht gilt als die führende Kunst- und Antiquitätenmesse und ist, was die Angebotsqualität betrifft, konkurrenzlos. Auf ihr stellen die hochkarätigsten Kunsthändler und Experten aus aller Welt aus. Die TEFAF ist eine gemeinnützige Stiftung und unterstützt als solche Kunsthändler, Sammler und Museen. Von der Kunst- und Antiquitätenmesse TEFAF lassen sich Kunstliebhaber und -käufer aus aller Welt inspirieren. Die 31. TEFAF Maastricht findet vom 10. bis 18. März 2018 im MECC Maastricht statt.

TEFAF. Ihre Kunst-Community.

  1. TEFAF Maastricht Kunst, weit mehr als ein Vermögenswert
    Die TEFAF teilt mit ihrem Haupt-Sponsor, AXA ART, die Ansicht, dass Kunstwerke weit mehr darstellen als reine Investment- oder Vermögenswerte. Ihre Partnerschaft bietet Kunstsammlern eine einzigartige Expertise, die das gesamte Spektrum der Risikovermeidung, Konservierung, Bergung und Restauration abdeckt und es ihnen ermöglicht, ihre Sammlungen im bestmöglichen Zustand zu halten. www.axa-art.com

 

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