PresseTicker

Sinkende Stromkosten für Erneuerbare öffnen die Tür für mehr Klimaschutz

Neuer IRENA-Bericht zu Stromkosten von Erneuerbaren bestätigt erneuerbare Energien als kostengünstige Lösung für einen stärkten Klimaschutz weltweit

Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, 29. Mai 2019 – Strom aus Erneuerbaren ist bereits heute in weiten Teilen der Welt die billigste Stromquelle, so der neueste Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Im Vorfeld der vorbereitenden Sitzung in Abu Dhabi zum UN-Klimaschutzgipfels im September, leistet der neue Bericht damit einen Beitrag zur internationalen Diskussion über den Ausbau des weltweiten Klimaschutzes. Mit tendenziell sinkenden Preisen wird sich der Kostenvorteil der Erneuerbaren weiter vergrößern, stellt Renewable Power Generation Costs in 2018 fest. Dies wird den „Business Case“ stärken und die Rolle der erneuerbaren Energien als Treiber der weltweiten Energiewende festigen.

 

„Strom aus Erneuerbaren ist das Rückgrat jeder nachhaltigen Entwicklung“, sagte IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera. „Wenn wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen wollen, müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um erneuerbare Energien auszubauen. Der heutige Bericht sendet ein klares Signal an die internationale Gemeinschaft: Erneuerbare Energie bietet Ländern eine kostengünstige Klimalösung und erlaubt einen ehrgeizigeren Klimaschutz. Um das wirtschaftliche Potential von erneuerbaren Energien voll auszuschöpfen, wird IRENA eng mit seinen Mitgliedern und Partnern zusammenarbeiten und Lösungen und gemeinsames Handeln vor Ort fördern, die zu Erneuerbaren Projekten führen.“

 

Die Kosten für erneuerbare Energien fielen im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief. Die weltweit gewichteten durchschnittlichen Stromgestehungskosten fielen für Solarthermie (CSP) um 26 %, Bioenergie um 14 %, Photovoltaik (PV) und Onshore-Windkraft um 13 %, Wasserkraft um 12 %, Erdwärme und Offshore-Windkraft jeweils um 1 %.

 

Kostensenkungen vor allem für Solar- und Windkrafttechnologie werden nach Einschätzung des Berichts im nächsten Jahrzehnt anhalten. Laut der globalen IRENA-Datenbank werden über drei Viertel der Onshore-Windkraft und vier Fünftel der Photovoltaik-Kapazität, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, Strom zu niedrigeren Preisen erzeugen als die günstigsten neuen Kohle-, Öl- oder Erdgasoptionen. Äußerst wichtig dabei ist, dass sie dies ohne finanzielle Unterstützung schaffen werden.

 

Kosten zwischen drei und vier US-Cent pro Kilowattstunde für Onshore-Windkraft und Photovoltaik sind an guten Standorten mit günstigen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen bereits möglich. Rekordtiefe Auktionspreise für Photovoltaik in Chile, Mexiko, Peru, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben beispielsweise Stromherstellungskosten von nur drei US-Cent pro Kilowattstunde (0,03 USD/kWh) zur Folge gehabt.

 

Elektrifizierung auf der Basis von kostenwettbewerbsfähigen erneuerbaren Energien bildet das Rückgrat der Energiewende und ist eine entscheidende, kostengünstige Lösung zur Emissionssenung in Unterstützung der Klimaziele des Pariser Abkommens.

 

Lesen Sie den IRENA-Bericht „Renewable Power Generation Costs in 2018

Lesen Sie den IRENA-Bericht „Global Energy Transformation: A Roadmap to 2050

 

Über die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA)

IRENA ist eine zwischenstaatliche Organisation, die Länder beim Übergang zu einer Zukunft der erneuerbaren Energien unterstützt und als Hauptplattform für die internationale Zusammenarbeit, als Kompetenzzentrum und Quelle für Politik, Technologie, Ressourcen und finanzielles Wissen über erneuerbare Energien dient. Mit 160 Mitgliedern (159 Staaten und die Europäische Union) und 23 weiteren Ländern, die sich im Beitrittsprozess befinden und aktiv beteiligen, fördert IRENA die umfangreiche Übernahme und nachhaltige Nutzung aller Formen erneuerbarer Energien einschließlich Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Meeres-, Solar- und Windenergie, im Bemühen um nachhaltige Entwicklung, Zugang zu Energie, Energiesicherheit und emissionsarmes Wirtschaftswachstum und Wohlstand.

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