PresseTicker

Schnee über Ostafrika

Claus Bünnagel, pixelio.de

Claus Bünnagel, pixelio.de

Schnee unter der Sonne Afrikas? Das glaubte man den Missionaren Johannes Rebmann und Johann Ludwig Krapf Mitte des 19. Jahrhunderts nicht, als sie von einem schneebedeckten Berg in Ostafrika berichteten. Auch Karl Klaus von der Decken konnte die Kritiker im Deutschen Reich nicht überzeugen, obwohl er auf eine Höhe von 4200 m stieg und die Strecke kartographierte. Heute kennt man die Existenz des Kilimanjaro allerdings – in Deutschland sowie auf der ganzen Welt.

Der Geograf Dr. Hans Meyer wollte in den 1880er Jahren ganz im Sinne der Kolonialpolitik, dass ein Deutscher der erste ist, der den höchsten Berg Deutschlands besteigt. Denn zu dieser Zeit gehörte Tansania und somit auch der Kilimanjaro zur Kolonie Deutsch-Ostafrika, die dem Deutschen Reich unterstellt war. Nach zwei gescheiterten Versuchen, unternahm er mit dem Profibergsteiger Ludwig Purtscheller mit 70 Trägern einen dritten und weiteren Versuch. Am 6. Oktober 1889 um 10.30 Uhr hisste er schließlich die deutsche Fahne auf dem Gipfel und taufte den Berg in Kaiser-Wilhelm-Spitze um und das, obwohl der Berg bei den beheimateten Völkern heilig war. Der erste Afrikaner war Yohani Kinyala Lauwo, der an ebendiesem Tag mit Meyer und Purtscheller den Gipfel als deren Guide bestiegen hatte und maßgeblich am Aufstieg beteiligt war. Im hohen Alter von 124 Jahren starb er 1996 und erlebte somit sogar noch die 100-Jahr-Feier der Erstbesteigung mit. Noch heute wird er daher in Tansania als Volksheld verehrt.

125 Jahre sind mittlerweile seit der Erstbesteigung des Kilimanjaro vergangen und noch heute ist die Besteigung ohne einen Führer und Träger unmöglich. Über die Kikeleva-Route, die von Nord nach Süd führt und für Einsteiger geeignet ist, die Machame-Route, die landschaftlich wunderschön, dafür aber auch anspruchsvoller ist, oder die längere Lemosho-Route – alle Wege führen zum Gipfel, dem Uhuru Peak. Uhuru bedeutet Freiheit und dies ist sicherlich eines der Gefühle, die man in 5895 m Höhe empfindet, wenn man den höchsten Punkt erreicht hat.

Durch den Bergtourismus, der seit Jahren stetig gewachsen ist, hat sich für viele das Leben verbessert. Seit 24 Jahren etwa organisiert die Familie Salakana Bergbesteigungen auf den Kilimanjaro, seit 23 Jahren arbeiten sie mit dem Wander- und Trekkingreiseveranstalter Hauser Exkursionen zusammen. Auf Zelt- und Hüttentouren können Sie die Besteigung des Kilimanjaro so zum Beispiel auch mit der Besteigung des Mt. Kenya oder Mt. Meru kombinieren. Auch Safaris oder Badeurlaube sind als Elemente der Reise buchbar.

Neu im Katalog 2015 ist die Tour „Kilimanjaro gemütlich“. Dort wird zur Akklimatisierung zunächst in den Chyulu Mountains gewandert, auf das dann eine Pirsch im Amboseli-Nationalpark folgt. Unterkunft ist hierbei eine komfortable Lodge mit Blick auf den Kilimanjaro. Danach führt die Reise weiter nach Tansania, wo es in ausgewogenen Tagesetappen in sechs Tagen zum Dach Afrikas geht und ebenso wieder herunter. Nach der Tour auf den Kilimanjaro erwartet Sie dann ein schönes Hotel in Sansibar am Indischen Ozean, wo Sie sich nach der anstrengenden Wanderung entspannen können. Die 15-tägige Reise ist zu einem Preis von 4230 Euro pro Person buchbar und beinhaltet unter anderem Flüge, Transfers, Übernachtungen, Vollpension beim Wandern und Trekking, Nationalparkgebühren sowie Versicherungen. Informationen zu den verschiedenen Reisezeiten erhalten Sie unter www.hauser-exkursionen.de.

Ähnliche Artikel

Hinterlasse ein Kommentar