PresseTicker

Internationale IT-Unternehmen konzentrieren sich nun auch auf mittelständische IT-Unternehmen

In den letzten Wochen flatterten vielen IT-Unternehmen Post in den Briefkasten mit dem Hinweis „streng vertraulich persönlich“. Absender dieser Briefe große internationale IT-Konzerne die in Deutschland nahezu unbekannt sind. Ihr Anliegen: Wir sind an ihrem Unternehmen interessiert“.

IT-Unternehmen fragen sich dann:

  • ist das überhaupt seriös?
  • warum sprechen die gerade mich an?
  • soll ich auf den Brief antworten?
  • was ist mein Unternehmen Wert?
  • möchte ich überhaupt verkaufen?

Alles berechtigte Fragen – die dazu führen Rat zu suchen. Hier einige Erklärungen zu den Fragen die sich in diesem Zusammenhang stellen.

Warum interessieren sich internationale IT-Konzerne überhaupt für IT-Unternehmen < 5 Mio. € Umsatz?

  • die deutsche IT-Wirtschaft ist sehr stabil und unterliegt nicht der Volatilität die in anderen Ländern zu beobachten ist
  • von Interesse sind meist ausschließlich Softwareunternehmen und keine klassischen Systemhäuser
  • ca. 1.000 IT. Unternehmen in Deutschland haben zwischen 2 – 5 Mio. € Umsatz
  • die Interessenten erwarten hohe Wartungsumsätze von 40 % + die für einen stabilen Ertrag „garantieren“
  • ein EBIT von 14 % + wird ebenfalls erwartet
  • in Deutschland tritt in den nächsten Jahren die Gründergeneration ab, dadurch stehen interessante „Kandidaten“ zur Disposition die keinen Nachfolger haben
  • ggfls. besteht die Chance mehrere Branchen fokussierte Softwareunternehmen zusammenzuführen und Skalierungseffekte zu nutzen
  • auch deutsche M&A-Berater und M&A-Vermittler akquirieren Kontakte zu IT-Unternehmern, in dem Sie zuweilen vorgeben ein Mandat zu haben – liest man das Anschreiben genau, wird schnell klar, dass kein gezielter Auftrag vorliegt –
  • u.v.m.

Wie sollte ein IT-Unternehmer auf derartige Schreiben also reagieren?

Zunächst ist die „Gretchenfrage“ die, wollen Sie überhaupt verkaufen? Gerade, wenn Sie noch nicht das Rentenalter erreicht haben oder die Altersversorgung gesichert ist stellt sich die Frage, ob der zu erzielende Verkaufspreis diese Lücke schließen kann. Sicherlich wird Ihnen ein Vertrag für mehrere Jahre als Geschäftsführer in ihrem Unternehmen angeboten – doch auch hier stellt sich die Frage, ob das für die „Rente“ ausreicht.

Eine weitere Frage: Ist das Unternehmen überhaupt verkaufsfähig – historisch gibt es manchmal gesellschaftsrechtliche Konstruktionen, die bei einem Verkauf steuerrechtlich Kopfzerbrechen bereiten können.

Weitere wichtige Fragen:

  • Was ist das Unternehmen Wert?
  • Wie ermittelt man diesen Unternehmenwert?
  • Wie verargumentiert man den IT-Unternehmenswert erfolgreich?
  • Was muß der IT-Unternehmer vor dem Verkauf tun, damit es den besten Wert erzielt?

Wer sich in diesen Fragestellungen Rat holen möchte, sollte die Interessenslage der Markt teilnehmenden Berater kennen.

Die großen M&A Makler haben ein großes Interesse das Unternehmen erfolgreich zu verkaufen, der Preis interessiert sie dabei nicht – es geht darum möglichst viele „Deals“ abzuschließen, denn die Provision meist 5% vom Transaktionsvolumen ist das Ziel und nciht ein Kaufpreis der x oder mehr 100 T€ höher liegt.

Dies gilt auch ggfls. für M&A-Berater die ein rein erfolgsabhängiges Honorar haben.

Dies sollte hier nicht als Kritik an diesen Geschäftsmodell verstanden werden, denn die Risiken, dass ein „Deal“ nicht zustrande kommt, ist bei Unternehmen unter 10 Mio. € sehr hoch und der Arbeitsaufwand nicht geringer – meist sogar höher als bei großen Unternehmen.

Weiterhin gibt es M&A-Berater die ausschließlich auf Tagessatzbasis arbeiten – ohne zeitliche Verpflichtungen vereinbarte Kontingente abnehmen zu müssen, seitens des Auftraggebers.

Die Agenda Spezialseminar 21.9.2017bietet IT-Unternehmern am 2. September 2017 in Frankfurt wieder ein Tages-Spezialseminar für IT-Unternehmer an in dem Sie alles erfahren, was Sie als Unternehmer über den Zu- und Verkauf von IT-Unternehmen wissen sollten und wie Sie ihren Unternehmenswert berechnen können.

 

 

 

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