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Hund, Katze, Frettchen – Wer mit den Lieblingen verreisen möchte, muss die Richtlinien kennen

Oliver Haja, pixelio.de

Oliver Haja, pixelio.de

Hunde und Katzen sind der Deutschen liebsten Tiere, die mit 12,3 beziehungsweise 7,4 Millionen eine stattliche Summe bilden. Sie sind unsere täglichen Begleiter und die treuen Freunde, mit denen wir nicht über Alltagsprobleme diskutieren müssen, weil sie mit der richtigen Pflege, gesunder Auslastung und der optimalen Verpflegung unkomplizierte Begleiter sind.
Oft sind sie uns sehr ähnlich, weil wir uns für sie nach ihren Temperamenten und Persönlichkeiten entscheiden. Und auch wenn wir verreisen, wollen wir sie ungern bei Freunden oder zuverlässigen Betreuern zurück lassen, weil sie unser Dasein bereichern und wir uns gegenseitig aneinander gewöhnen.
Was Sie bei Ihren Reisen mit Ihrem Tier beachten müssen, verraten die ARAG-Experten in Ihrer ersten Folge, die die populärsten Tiere, den Hund, die Katze und das Frettchen behandeln.
Für diese drei Artgenossen und weitere Heimtiere ist seit Juli 2004 bei Reisen innerhalb der Europäischen Union ein europäischer Heimtierpass vorgeschrieben, den der Haustierarzt ausstellt. Wie bei den bis dahin verwendeten Impfpässen, werden in dieses Dokument die Daten des Besitzers sowie des Tieres eingetragen. Zudem enthält er Angaben zu Impfungen, tierärztlichen Untersuchungen, Wurmkuren sowie Behandlungen gegen Zecken.
Was seit 2011 dazu kommt, ist die eindeutige Kennzeichnung der Tiere mit einem Mikrochip, der bereits weit verbreitet ist, da er das Tier vor Verlusten schützt und die Herkunft des Tieres preisgibt. Zu diesem Mikrochip wird ein passender Pass ausgestellt, den der Halter gut aufbewahrt bei sich führen muss.
Der Transponder (ISO-Norm 11784), der etwa die Größe eines Reiskorns hat, wird unter die Haut implantiert und erfüllt die vorgegebenen Standards. Die ARAG-Experten warnen: Chips, die dieser Norm nicht entsprechen erfordern, dass der Tierfreund das entsprechende Lesegerät zur Verfügung stellen muss, da sonst die Handhabung nicht den Richtlinien entspricht.

Außerdem weisen die Experten darauf hin, dass besonders im Mittelmeerraum und in Mitteleuropa die Schützlinge mit vermehrter Infektionsgefahr rechnen müssen. Der Befall von Herzwürmern, der durch eine besondere Art der Stechmücke übertragen wird, kommt nicht selten vor und auch vor Zecken müssen die Vierbeiner geschützt werden, da sie die gefährliche Babiose (auch Hundemalaria) und Ehrlichiose (auch Zeckenfieber) übertragen können.
Hier raten die ARAG-Experten zu ausreichender Prävention in Form von speziellen Hundehalsbändern oder Ampullen, die zum Auftragen auf die Tierhaut verwendet werden.
Dabei ist es vor allem wichtig den Schutz rechtzeitig einzuleiten, da die Wirkung der medizinischen Maßnahmen gewährleistet werden muss.

Janusz Klosowski, pixelio.de

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Ein besonderer Vorsorgeschutz ist aber vor allem bei Tollwut vorgeschrieben. Tierbesitzer sind verpflichtet eine aktuelle Tollwutimpfung vorzuweisen, die mindestens 21 Tage vor Reiseantritt ausgeführt werden muss und als Wiederholungsimpfung in der Regel drei Jahre lang gültig ist. Wer nach Schweden, Irland, Malta oder ins Vereinigte Königreich (Großbritannien und Nordirland) reist, braucht zudem eine sogenannte Tollwut-Antikörper-Bestimmung mit positiven Ergebnis, die frühestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung und mindestens drei Monate vor Einreise in die benannten Länder erfolgen muss. Deswegen raten die ARAG-Experten die Reisevorbereitungen rechtzeitig einzuleiten.
Wir investieren so viel in unsere Liebsten und sind im internationalen Vergleich auf Platz 2 der meisten Tierbesitzer im Land. Dabei liegen wir hinter Russland, das mit der ungleich höheren Bevölkerung nur bedingt als Vergleichsland dienen kann. Warum sollten wir bei dem Reiseschutz unserer Lieblinge eine Ausnahme machen? Wenn die vielleicht intensiv scheinenden Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden wir doch mit dem quirligen Toben unserer Tiere belohnt, die uns auf unseren Reisen stets treue Begleiter sind, die nicht von unserem weltoffenen Fuß weichen.

Umfassende Informationen zu speziellen Einreisevorschriften für Tiere liefert der Tierarzt, das zuständige Veterinärsamt oder auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft www.bmel.de

Weitere Informationen zu diesem Thema und weiteren Themen und Leistungen von ARAG finden Sie unter www.arag.de

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