PresseTicker

Ein Leben ohne tierische Produkte: Weltvegantag feiert 22. Geburtstag

WeltvegantagAm 1. November wird der internationale Weltvegantag gefeiert. 1994 wurde er zum fünfzigsten Jahrestag der Gründung der Vegan Society eingeführt. Inzwischen ist Veganismus weit mehr als nur ein Trend. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat erhoben, dass in Deutschland aktuell rund eine Million Menschen vegan leben.

Warum vegan?

„Die meisten vegan lebenden Menschen wählen diesen Lebensstil aus ethisch-moralischen Gründen“, so Dr. Pamela Kerschke-Risch, Leiterin einer Onlinebefragung zu den Gründen für eine vegane Ernährung an der Universität Hamburg. „Berichte über Massentierhaltung legen oft den Grundstein der Entscheidung, zukünftig vegan zu leben. Danach folgen als Motive Gründe wie ‚Klimaschutz‘, ‚Gesundheit‘, ‚vegan lebende Freunde‘ und ‚Lebensmittelskandale‘. Die typischen Veganer sind laut der Untersuchung mit durchschnittlich 31 Jahren jung, weiblich und leben seit ein bis zwei Jahren vegan. Rund 90 Prozent der Befragten gaben an, dass es in den letzten Jahren sehr viel einfacher geworden sei, sich vegan zu ernähren“. „Die jüngere Generation ist heute offener für Tierschutzthemen und Nachhaltigkeit und lebt diese Werte jeden Tag mit Messer und Gabel“, ergänzt Geschäftsführer Sebastian Zösch vom Vegetarierbund Deutschland.

Spezielle Konsumansprüche finden Berücksichtigung

Die vegane Lebensweise geht meist über die Ernährung hinaus. So nutzen viele vegane Verbraucher tierleidfreie Kosmetik, ziehen lederfreie Mode vor oder fahren in spezielle Veggie-Hotels. „Die Gruppe der Verbraucher, die ihren Konsum kritisch hinterfragt, wird größer. Diese Entwicklung hat direkten Einfluss auf die Wirtschaft, denn schließlich kaufen auch diese Konsumenten ein und wollen nach ihren speziellen Anforderungen bedient werden. Durch die immer besser werdende Infrastruktur in Deutschland, wird es zunehmend leichter, vegan zu leben“, so Zösch.

Wirtschaft reagiert

Aufgrund des großen Erfolgs pflanzlicher Speisen in den vergangenen zwei Jahren, bot das Münchner Oktoberfest seinen Besuchern auch in diesem Jahr viele vegane Gerichte an. Insgesamt 18 vegane Hauptgerichte gab es dieses Jahr auf der Wiesn in München. Vom Gulasch, über die ‘Käs‘-Spätzle bis hin zu Semmelknödeln und Holzfällersteaks, gab es in diesem Jahr zahlreiche vegane Alternativen zur altbekannten Hausmannskost.
Auch bei der Deutschen Bahn reagiert man auf den Trend hin zur pflanzlichen Küche. Das reguläre Angebot im Bordrestaurant hält stets eine vegane Mahlzeit für die Fahrgäste bereit. „Das spiegelt sehr schön, dass auch die Wirtschaft auf die größer werdende Nachfrage nach pflanzlichen Gerichten reagiert“, stellt Zösch fest. Im Lebensmitteleinzelhandel wächst das vegane Angebot rasant. Beim Verkauf von Fleischalternativen im Lebensmitteleinzelhandel ist derzeit ein Umsatzplus von 30 Prozent zu verzeichnen.

Woher stammt der Begriff ‚vegan‘?

Der Begriff ‚vegan‘ entstand aus dem englischen Begriff ‚vegetarian‘ (vegetarisch). Durch das Weglassen der mittleren fünf Buchstaben entsteht so das Wort ‚vegan‘. Vegan lebende Menschen ernähren sich rein pflanzlich. Statt tierischer Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig, werden pflanzliche Alternativen verwendet.

 

Beitragsbild: pelambung/pixabay

Ähnliche Artikel

Hinterlasse ein Kommentar