PresseTicker

Die Vorschule – Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule  

Die Sommerferien stehen vor der Tür und mit ihnen die Entscheidung, ob Ihr Kind danach die 1.Klasse der Grundschule besucht oder noch ein Jahr in die Vorschule geht.

Grundsätzlich sprechen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der Kindergartenzeit eine Empfehlung aus. Sie können beurteilen, ob Ihr Kind „reif“ für die Schule ist und die dafür notwendigen Fähigkeiten bereits erworben hat oder noch ein bisschen Zeit braucht und daher in die Vorschule gehen sollte.

Ist Ihr Kind schon bereit?

© Lordn_shutterstock.com

Vor der Einschulung findet noch eine Schuleingangsuntersuchung statt, bei der Ihr Kind hinsichtlich seiner körperlichen, motorischen und geistigen Fähigkeiten untersucht wird. Jedoch handelt es sich bei dieser Untersuchung nicht um einen Test, wofür Ihr Kind üben oder wovor es gar Angst haben muss. Es wird lediglich untersucht, ob es bereits „schulreif“ ist. In Deutschland ist der Ablauf der Schuleingangsuntersuchung nicht einheitlich geregelt, sondern je Bundesland, Landkreis oder Stadt unterschiedlich.

Sicherlich ist die Kindergartenzeit prägend und der Abschied von dieser fällt manchen nicht ganz so leicht. Denn mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt Ihres Sprösslings, der zunächst ungewohnt ist. Ein Einschulungsratgeber hilft bei der Vorbereitung auf den ersten Schultag und kann viele praktische Tipps für den Schulalltag geben. Wichtig ist auch das Üben des Schulweges, damit die Kinder diesen sicher bewältigen können.

In der Grundschule wird die Basis für die weitere Schullaufbahn gelegt. Viele Eltern wollen nicht wahrhaben, dass Ihr Kind noch nicht bereit für die Schule ist, doch mit einer zu frühen Einschulung können Sie Ihren Sprössling überfordern. Beispielsweise hat die Auswertung von Schüler-Daten in Nordrhein-Westfalen ergeben, dass vorzeitig eingeschulte Kinder häufiger sitzen bleiben als andere.

Sinn und Zweck der Vorschule

Für Kinder, die die Anforderungen der Grundschule noch nicht bewältigen können, ist die Vorschule bestens geeignet. In nahezu allen Bundesländern Deutschlands gibt es keine reinen Vorschulen mehr; stattdessen sind sie in die Kindergärten eingegliedert. Die Vorschulzeit ist nicht auf ein Jahr begrenzt, sondern kann durchaus auch länger ausfallen.

Aufgaben und Inhalte der Vorschule

© Poznyakov_shutterstock.com

Die Vorschule soll den Kindern die Angst vor der Grundschule nehmen und stattdessen Mut machen sowie Neugier wecken. Schule soll als etwas Positives wahrgenommen werden und etwas sein, worauf sich die Kinder freuen. Gleichzeitig soll sie auch dazu dienen, die Kleinen langsam an die Zeit in der Grundschule vorzubereiten und sie schrittweise an die Leistungsanforderungen heranzuführen. Besonders in der heutigen Zeit fängt der Druck um gute Noten bereits früh an.

Die altersgemäße Förderung und die kreative Bearbeitung der Aufgaben sollten sich nicht nach den einzelnen Schulfächern richten, sondern einzelne Lernbereiche gezielt miteinander verknüpfen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Die Sprache als Basisqualifikation jeglicher Bildung: Förderung der Sprache für die Erweiterung der emotionalen und kognitiven Ausdrucks- und Verständnisfähigkeit, die Entwicklung der sog. phonologischen Bewusstheit und die gezielte Förderung mehrsprachiger Kinder
  • Musik: Rhythmusgefühl, Singen und Tanzen
  • Bewegung, d.h. die Förderung von sensorischen und motorischen Fähigkeiten
  • Künstlerische Gestaltung
  • und vor allem der Spaß am Spielen und die Lust zu lernen.

Egal ob Ihr Kind die Vorschule besucht oder bereits eingeschult wird: Das Wichtigste ist, dass Sie Ihrem Kind zeigen, dass man es in dieser neuen und wichtigen Phase seines Lebens nicht alleine lässt.

 

 

Silke Fröhlich ist ausgebildete Journalistin und hat lange bei einer überregionalen Tageszeitung gearbeitet. Seit der Geburt ihres heute zehnjährigen Sohnes Fabio widmet sie sich seiner Erziehung und schreibt freiberuflich rund ums Thema Familie. Nebenbei ist sie ehrenamtlich in mehreren pädagogischen Organisationen tätig, wo sie einerseits ihre Expertise einbringt und andererseits ständig Neues lernt, das sie wiederum in ihre Arbeit einfließen lässt.

Silke Fröhlich lebt und arbeitet in Unterfranken.

Ähnliche Artikel

Hinterlasse ein Kommentar