PresseTicker

Das geht so nicht weiter – das Lebensmittel-Manifest von Karl-Ludwig und Sophie Schweisfurth

Vom Herta-Fleischfabrikanten zum Öko-Landwirt

Karl-Ludwig Schweisfurth ist Metzger, Landwirt und Visionär; seine Enkelin Sophie hat seine Nachfolge angetreten

Was können wir tun, um den Tieren ihre Würde zurückzugeben?
Erscheint am 2. Mai bei bene!

Hardcover · Leinen-Einband
ISBN 978-3-96340-056-8 · 112 Seiten
€ [D] 12,– / € [A] 12,40

 

Warum der Ruf nach dem Immer-Mehr Wahnsinn ist

Der Begriff »günstiger« verspricht uns goldene Zeiten. »Für viel weniger Geld bekommt man nun mehr …« Doch was bekommen wir tatsächlich? Und um welchen Preis?
Von der Würde des Tieres – davon spricht leider kaum einer, wenn es um Lebensmittel geht.

Karl-Ludwig Schweisfurth, heute 88 Jahre alt, war einst der Chef von »Herta« – einer der größten Fleischfabriken Europas – bis ihm klar wurde: »Ich muss damit aufhören und noch einmal ganz neu anfangen!« Er verkaufte alles und realisierte seinen Traum von einer anderen, verantwortungsvollen Landwirtschaft. Der Öko-Pionier weiß, wovon er spricht.

Gemeinsam mit Enkelin Sophie, die in dritter Generation die Verantwortung für seine »Herrmannsdorfer Landwerkstätten« südlich von München übernommen hat, entfaltet er im Buch »Das geht so nicht weiter« die faszinierende Vision eines Lebens, das wir am Ende nicht bereuen müssen. Denn die Würde des Menschen beginnt mit dem Respekt vor den Tieren.

 

Aus dem Vorwort

»Mit diesem Buch muten wir Ihnen einiges zu. Und mancher mag sich denken: Da schaue ich lieber nicht so genau hin – weil es so schrecklich ist. Aber Wegsehen ist keine Lösung. Nein, Wegsehen geht nicht mehr.

Es gilt, Fehlentwicklungen in den Blick zu nehmen, sie auch klar beim Namen zu nennen, um den Menschen die Augen zu öffnen. Dies ist im wahrsten Sinne notwendig. Aber wir bleiben dabei nicht stehen. Denn zum Glück gibt es Alternativen. Wir haben vieles selbst ausprobiert und erfahren: Ja, es geht.

Wir alle können miteinander das Blatt wenden, wir haben es in der Hand – jedenfalls ein Stück weit. Denn wir entscheiden mit, was produziert wird, indem wir es am Ende kaufen oder eben nicht. Was nicht verkäuflich ist und deshalb in den Regalen, Kühltheken und Auslagen der Läden liegen bleibt, verschwindet langfristig von der Bildfläche. Wir zeigen in diesem Buch auch Wege auf, wie man Lebensmittel anders erzeugen kann.

Es geht nicht nur um Achtsamkeit beim Essen und um gute Tierhaltung, sondern um die grundsätzliche Verantwortung der Generationen füreinander. Um Sorgsamkeit im Umgang mit den Tieren. Um Respekt vor dem Leben und der Schöpfung. Um gutes Handwerk, um Ehrfurcht, um Demut und Schönheit. Schönheit in den kleinen Dingen und beim Blick auf das große Ganze. Damit Sie und wir – und auch die Generationen nach uns – anständig leben können. Und wir den Tieren die Würde zugestehen, die wir auch für uns selbst reklamieren.«

Sophie & Karl-Ludwig Schweisfurth

Karl-Ludwig Schweisfurth, Jahrgang 1930, entwickelte aus einem kleinen Familienbetrieb das größte fleischverarbeitende Unternehmen Europas: »Herta«. Wöchentlich wurden 25.000 Schweine und 5.000 Rinder verarbeitet. 1984 steigt er aus, verkauft das Unternehmen und verwirklicht in Glonn, südlich von München, seinen Traum mit der Gründung der »Herrmannsdorfer Landwerkstätten«. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der ökologischen Lebensmittelherstellung.

Sophie Schweisfurth, Jahrgang 1987, ist die Enkelin von Karl-Ludwig Schweisfurth. Ihre Kindheit verbringt sie in Glonn und durchläuft nach dem Abitur alle Werkstätten. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und verschiedenen beruflichen Stationen übernimmt sie gemeinsam mit ihrem Mann Mathias Stinglwagner im Mai 2018 die Verantwortung für die »Herrmannsdorfer Landwerkstätten«.

www.schweisfurth.de
www.herrmannsdorfer.de

Foto: © Hans-Günther Kaufmann

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