PresseTicker

Bewegung hält gesund

Auszug aus Christian Neureuther /

Prof. Dr. Christian Fink /

Frank Bömers:

Never give up. Fit und vital mit Arthrose

Hardcover, ZS Verlag 2019

 

Sport hat weitreichende Wirkung auf unseren Organismus und Körper, Geist und Seele profitieren nachhaltig von regelmäßiger Bewegung.

BAUCHFETT: Wer Sport macht, reduziert das gefährliche Fett im Bauchinneren (viszerales Fett), das viele entzündungsfördernde Botenstoffe und Hormone ins Blut abgibt.

DARM UND DARMFLORA: Bei sportlich Aktiven nimmt die Zahl der Laktobazillen im Darm zu, die Darmflora wird vielfältiger. Dadurch bleibt nicht nur der Darm aktiv und rege, auch die Immunabwehr wird gestärkt. Das Darmkrebsrisiko kann durch Sport ebenfalls gesenkt werden:  um 20 bis 30 Prozent.

BAUCHSPEICHELDRÜSE: Hier wird das Hormon Insulin produziert, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Dazu kommuniziert das Insulin mit den Muskelzellen. Je trainierter diese sind, umso besser: Das wirkt Diabetes Typ 2 entgegen. Geringere Blutzuckerwerte beugen auch Herz- Kreislauf-Erkrankungen vor.

BRONCHIEN UND LUNGE: Wer trainierte Atemmuskeln hat, kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Atemnot kann verringert werden.

GEFÄSSE: Bewegung, vor allem Gehen, beugt arteriellen Verschlusskrankheiten vor. Die Aorta (Hauptschlagader) bleibt elastischer, wodurch das Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt sinkt.

GEHIRN: Durch das Ausschütten von Hormonen und Botenstoffen werden verschiedene Hirnbereiche stimuliert. Das steigert Reaktionsbereitschaft, Konzentration, Gedächtnis- und Rechenleistung. Demenz kann verzögert werden.

PSYCHE: Bei Bewegung werden die „Glückshormone“ Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Das beugt Depressionen vor, lässt Ängste schwinden und die Laune steigen. Ausdauersport senkt den Spiegel des Stresshormons Kortisol.

GENE: Sport hält jung, weil er die Zellalterung bremst. Das Enzym Telomerase verhindert, dass sich die Schutzkappen der Chromosomen verkürzen und so den Alterungsprozess anschubsen.

HERZ: Bewegung stärkt Herz und Kreislauf. Wenn das Herz besser durchblutet ist, beugt das einem Herzinfarkt vor. Auch Herzmuskelschwächen sind seltener.

IMMUNSYSTEM: Bewegung stärkt die Abwehrkräfte. Bei körperlicher Belastung schüttet der Körper Adrenalin aus: Die Abwehrzellen werden aktiver und vermehren sich.

MUSKELN: Sportler bauen Muskeln auf. In deren Zellen entstehen unzählige Botenstoffe, die vor Krankheiten schützen.

KNOCHEN UND GELENKE: Durch sportliche Belastung nimmt die Knochendichte zu; im Alter wirkt sie dem Knochenabbau (Osteoporose) entgegen. Gelenkknorpel, diese wichtigen „Stoßdämpfer“, brauchen regelmäßige Belastung, um optimal ernährt und widerstandsfähig zu bleiben.

Die optimale Verteilung von körperlicher Aktivität

Die Mischung macht’s: Experten haben herausgefunden, dass es besser ist, nicht nur auf eine Methode zu setzen, sondern Kraft- und Ausdauertraining zu kombinieren – am besten im Verhältnis 1:3.

Copyright: Michael Wilfling

Zur Kräftigung Beinheben in Seitenlage

Damit es anfangs bequem ist, beginnen wir im Liegen. Legen Sie sich wie ich auf die Seite. Den Arm, der auf dem Boden liegt, strecken Sie gerade aus, Sie können Ihren Kopf darauf ablegen, wenn Sie mögen. Den anderen Arm nehmen Sie auf Brusthöhe vor Ihren Körper. Sie können sich damit auch abstützen, dann fällt es leichter, das Gleichgewicht zu halten. Jetzt winkeln wir das untere Bein leicht an und heben das obere, gestreckte Bein, so weit es geht. Die Ferse sollte immer der höchste Punkt sein, die obere Hüfte sollte vor der unteren bleiben. Wenn Sie die Wirkung spüren, machen Sie noch zwei Wiederholungen – und das zweimal auf jeder Seite.

Sporttherapeut Dr. Josef Wiesauer: „Mit dieser Übung trainieren Sie Ihre Hüftabduktoren, die im Alltag wenig gefordert sind. Sie sind wichtig, um die Hüfte zu stabilisieren.“

Copyright: Michael Wilfling

Für Schnellkraft und Schnelligkeit einbeiniges Springen

Wann sind Sie das letzte Mal gehüpft und gesprungen? Ewig her? Dann legen Sie mit mir los! Springen ist nämlich auch mit Arthrose-Knien kein Problem! Der Trick ist: Wir müssen auf dem gesunden Bein landen. Nehmen Sie sich ruhig einen Partner als Hilfestellung oder halten Sie sich an einem Geländer fest.

Sporttherapeut Dr. Josef Wiesauer: „Nicht das Springen ist für die Gelenke das Problem, sondern das Landen. Aber hier tricksen wir die Natur aus – und Schnelligkeit und Schnellkraft bleiben erhalten.“

Disclaimer:
„Für den oben stehenden Beitrag sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Nutzer verantwortlich. Eine inhaltliche Kontrolle des Beitrags seitens der Seitenbetreiberin erfolgt weder vor noch nach der Veröffentlichung. Die Seitenbetreiberin macht sich den Inhalt insbesondere nicht zu eigen.“

Ähnliche Artikel

Hinterlasse ein Kommentar